Kapazitäten verdoppelt

04.02.2016
Pallas erweitert Chemisch Nickel-Abteilung

Neue, erweiterte chNi-Produktionsstraße

Konturtreu und porenfrei: Geometrisch komplizierte Bauteile mit Kanten, Spitzen, Gewinden, Passungen oder Sacklöchern zu beschichten, ist eine Aufgabe für Spezialisten. Zur Prävention vor Korrosion brauchen sie vor ihrem ersten Einsatz oftmals eine technische Beschichtung. Pallas beschichtet solche Bauteile – ob wenige Gramm oder bis zu 2.000 Kilogramm schwer – im Chemisch Nickel-Verfahren. Die außenstromlos abgeschiedene Schicht gewährleistet eine exzellente Korrosionsbeständigkeit, tribologische Eigenschaften sowie mit Hartchrom fast vergleichbare Härten.

Steigende Nachfrage nach dieser funktionellen Beschichtung gibt es vor allem aus dem Anlagen- und Maschinenbau, der Medizintechnik sowie der Luft- und Raumfahrt-, Textil-, Verpackungs- oder Lebensmittelindustrie. Um die hier häufig komplizierten Bauteilgeometrien schnell und flexibel bearbeiten zu können, passt Pallas seine Produktionsanlagen den gewachsenen Anforderungen an. Mit der Anschaffung einer zweiten Chemisch Nickel-Anlage verdoppelt der Oberflächenspezialist seine Kapazitäten in diesem Bereich. Wie schon die bestehende Anlage verfügt das neue Chemisch Nickel-Bad über ein Arbeitsfenster von 1.450 x 1.000 x 900 Millimeter und fasst 2.100 Liter der hochwertigen Badchemie HP von Dr. Hesse. Sie bildet Nickelschichten mit 10- bis 12-prozentigem Phosphorgehalt. Da beide Bäder bei Pallas mit dieser Lösung gefahren werden, sind hohe Verfahrenskontinuität und Reproduzierbarkeit gewährleistet. Zugleich entfallen bislang unvermeidbare Stillstandzeiten durch die regelmäßig erforderlichen Badwechsel. Einsatz findet das Verfahren bei Bauteilen aus Stahl, Edelstahl, Buntmetall oder Aluminium. In einem circa 90° C heißen Tauchbad werden die Zwischen- und Hohlräume der Bauteile umspült und planparallel mit exakt einstellbarer Schichtdicke vernickelt. Entscheidend für die Qualität der Beschichtung ist die anwendungsspezifische Vorbehandlung mit einem mehrstufigen Reinigungsprozess. Durch eine nachgeschaltete Wärmebehandlung erhält die Chemisch Nickel-Schicht auf Wunsch eine hartchromähnliche Härte von bis zu 1.000 HV. Da sie im Gegensatz zu einer Chromschicht anschließend nicht mehr auf Maß zurückgeschliffen werden muss, entfällt auch das bei anderen Verfahren erforderliche aufwendige Maßschleifen. Nicht zuletzt ist die Verlängerung der Badstandzeiten ressourcenschonend. Kürzere Bearbeitungszeiten, mehr Variabilität bei den Beschichtungsaufträgen sowie höhere Verfügbarkeit der Bäder kennzeichnen die spürbaren Kundenvorteile des erweiterten Leistungsangebotes von Pallas. Zusätzliche Bearbeitungsmöglichkeiten erschließt der Oberflächenexperte zudem mit einer neuen Portalkrananlage über den Chemisch Nickel- und Hartchrom-Anlagen. Sie erlaubt das Handling von bis zu zwei Tonnen schweren Bauteilen und gewährleistet so eine insgesamt optimierte Prozesseffizienz.


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