Häufig gestellte Fragen

1.    Welche Angaben werden zur Erstellung eines Angebotes benötigt?

Benötigt sind Angaben über Dimension und Gewicht des Bauteils. Hilfreich sind auch Zeichnungen oder Bilder. Die Beschaffenheit und der Anlieferzustand geben Hinweise über eventuell nötige Vorarbeiten. Sofern der Beschichtungstyp (Verzinken, Vernickeln, PTFE- oder Hartmetallbeschichten etc.) nicht benannt werden kann, sollte der Einsatzfall (Einsatztemperatur, Atmosphäre, Verschleiß-/Korrosionsbedingungen etc.) spezifiziert werden.

 

2.    Wie errechnet sich die Bearbeitungszeit für eine Beschichtung?

Die durchschnittliche Bearbeitungszeit wird von vier Faktoren beeinflusst:

-      Größe und Form des zu beschichtenden Bauteils

-      Qualität des Grundwerkstoffes

-      gewähltes Verfahren

-      Anlagenauslastung

 

3.    Wofür steht PTFE?

Polytetrafluorethylen ist ein vollfluoriertes Polymer. Wegen seiner Antihaftwirkung und einem sehr geringen Reibungskoeffizienten wird es in vielen technischen Anwendungen eingesetzt. PTFE-Schichten eignen sich besonders für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie, in Industriezweigen, in denen mit aggressiven Chemikalien gearbeitet wird oder Kunststoffe entformt werden müssen. Mehr erfahren Sie hier…

 

4.    Welche Voraussetzungen muss ein Werkstück mitbringen, damit es PTFE beschichtet werden kann?

In der Regel erfolgen drei zentrale Bearbeitungsschritte am Werkstück, die unterschiedliche Anforderungen an das Werkstück stellen:

-      Die Vorgängerschicht – oder bei Neuteilen Fett und andere organische Reste – werden entfernt und das Werkstück wird leicht aufgeraut. Idealerweise wird dazu mit Edelkorund gestrahlt. Das Werkstück muss stabil genug sein, um dem Sandstrahlen standzuhalten.

-      Im Anschluss werden sprühtechnisch mehrere Schichten Lack aufgetragen. Hierfür  müssen die zu beschichtenden Flächen gut zugänglich sein.

-      Bei Temperaturen von 260 °C bis zu 420 °C erfolgt abschließend das Einsintern. Diesen Temperaturen muss das Werkstück standhalten.

 

5.    Kann die PTFE-Beschichtung zu Verzug an den Bauteilen führen?

Durch die Edelkorund-Bestrahlung entstehen auf der Oberfläche der Werkstücke Spannung. Je nach Geometrie können diese Spannungen bei dünnen oder langen und sehr flachen Werkstücken zu Verzug führen. Auch bei spanend bearbeiteten Bauteilen können sich eingebrachte Spannungen bei Verfahrenstemperaturen von bis zu 410 °C auflösen und Verzug nach sich ziehen. Bei schon einmal beschichteten Werkstücken ist dies jedoch unwahrscheinlich, da diese bei der Erstbeschichtung bereits diesen Temperaturen ausgesetzt waren.

 

6.    Wo liegt der Unterschied zwischen technischen Beschichtungen aus Hartchrom und Laserhärten?

Technische Beschichtungen aus Hartchrom bieten sehr guten Verschleiß- und Korrosionsschutz. Ein homogener Härteverlauf wird für Werkstoffe wie Stahl, Eisen oder Buntmetall erzielt. Weitere Eigenschaften wie gute Gleitfähigkeit werden den Bauteilen verliehen. Für Laserhärten eignen sich nur Bauteile aus härtbaren Stählen. Mittels eines Laserstrahls werden kritische Stellen punktuell und präzise gegen Verschleiß geschützt. Der Härteverlauf hängt stark von den eingesetzten Stählen ab. Je nach Bauteilgeometrie besteht Verzugsgefahr.

 

7.    Was ist Galvanik?

In der Galvanik werden Bauteile mit funktionalen, metallischen Überzügen ausgerüstet. In elektrolytischen Bädern aus einer wässrigen Metallsalzlösung entstehen individuell angepasste Schichtdicken, die Schutz gegen Korrosion und Verschleiß bieten. Mehr… 

 

8.    Was versteht man unter thermischen Spritzen?

Der jeweils gewählte Beschichtungswerkstoff wird in Form von Draht oder Pulver in unterschiedlichen Verfahren mittels verschiedener Brennersystemen aufgeschmolzen und auf die Oberfläche eines Bauteils aufgespritzt. Je nach Material sind Schichtdicken von bis zu mehreren Millimetern möglich. Neben Verschleiß- und Korrosionsschutz können auch elektrische, temperaturabhängige oder mechanische Eigenschaften eines Bauteils verbessert werden. Auch multifunktionale Schichtsysteme sind möglich. Mehr erfahren Sie hier…

 

9.    Welche Branchen vertrauen auf thermisch gespritzte Schichten?

Das Anwendungsspektrum reicht von der Automobilindustrie, Lebensmittelindustrie, Textil-/Papierindustrie, Druckindustrie, über den Maschinenbau, bis hin zur Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt.

 

10.   Wie unterscheiden sich Beschichten und Legieren mittels Laser?

Beim Legieren wird der Ausgangswerkstoff gezielt per Laserstrahl an der Metalloberfläche des Bauteils aufgeschmolzen, ein Zusatzwerkstoff in die Oberfläche eingebracht und mit dem Laser so eingeschmolzen, dass dieser in die Oberfläche einlegiert. Im Unterschied zum Beschichten, wo eine eigene Schicht aufgebaut wird, ist beim Laserlegieren die Durchmischung von Grundwerkstoff und Zusatzwerkstoff größer.

 

11.   Worum handelt es sich bei Duplex- oder Triplexschichten?

Duplex- und Triplexschichten sind Kombinationsschichten aus einer verschleißhemmenden Metall- oder Keramikschicht und einer Deckschicht, die Antihaft- oder Gleiteigenschaften besitzt. Mehr erfahren Sie hier…  

 

12.   Was bedeutet Eloxal?

Eloxal steht für elektrolytische Oxidation von Aluminium. In einem elektrochemischen Vorgang, dem anodischen Oxidieren, wächst eine Oxidschicht auf der Oberfläche, die fest mit dem Aluminium verbunden ist. Übliche Schichtdicken liegen bei ca. 15-20 µm, wobei ca. zwei Drittel der Schicht in die Oberfläche einwächst und ein Drittel als Schichtaufbau aufträgt. Mehr erfahren Sie hier…  

 

13.   Wo liegen die Vorteile vom Laserbeschichten im Vergleich zum traditionellen Schweißbeschichten?

Beim Laserbeschichten wird eine dichtere Beschichtung mit nur geringer Porosität und konsistenterer Schichtdicke erzielt. Die Oberflächenstruktur wird feiner und die Beschichtung kann präziser platziert werden. Zudem wird die Verarbeitungszeit reduziert. Ein weiterer Vorteil ist die wesentlich geringere thermische Beanspruchung des Bauteils. Mehr erfahren Sie hier… 

 

14.   Gibt es ökologische Aspekte, die für die Oberflächentechnik sprechen?

Mittels Oberflächenbearbeitung werden Standzeit und Gebrauchsdauer von Gegenständen und Geräten erhöht. Schrott und Entsorgungskosten werden ebenso wie Rohstoffe und Energie, die zur Fertigung von Ersatzprodukten nötig wären, eingespart. Die Langlebigkeit der veredelten Produkte und der sparsame Einsatz der Beschichtungsstoffe schonen wertvolle Rohstoffquellen. Mehr erfahren Sie hier…

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